Hans Weingartner mit „Regiepreis Ludwigshafen“ ausgezeichnet

Ludwigshafen, den 7.09.2018 — Heute Abend wurde der „Zauberer der Regiekunst“ Hans Weingartner mit dem neu geschaffenen, undotierten „Regiepreis Ludwigshafen“ im Rahmen des Festivals des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein vor 1.200 Gästen für seinen aktuellen Kinofilm „303“ ausgezeichnet. Regiepreisträger Hans Weingartner erzählt in „303“ von einem jungen Paar, on the road nach Süden, das versucht, die Welt zu verstehen und nicht verhindern kann,  dass die Liebe ausbricht… — mit Mala Emde und Anton Spieker in den Hauptrollen. Nach Preisverleihung und Vorführung erwartet Festivaldirektor Dr. Michael Kötz über 800 Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft zum Empfang.

„Ich dachte, das ist ein kleines Kino und ein paar Leute sind zur Preisverleihung gekommen. Jetzt bin ich überwältigt, damit habe ich nicht gerechnet, sonst hätte ich mir einen Anzug angezogen“, so Preisträger Hans Weingartner am Abend. „Ich habe das Gefühl, dass wir als Menschen unsere Menschlichkeit aufgeben. Das hat schreckliche Konsequenzen. Gerade in diesen Zeiten von Trump und Putin werden wieder Grenzen aufgebaut, der Kapitalismus lebt auf – es geht nur noch um Profitmaximierung. Der Mensch ist hier völlig egal, ob wir glücklich sind oder nicht, spielt keine Rolle. Wir haben vergessen, was uns als Menschen groß gemacht hat, warum wir die Eiszeit überlebt haben und andere nicht: Das ist unsere Fähigkeit zur Kooperation, basierend auf Empathie. Die dürfen wir nicht verlieren.“

„Der Film „303“ ist in meinen Augen ein wirkliches Meisterwerk – das Werk eines Mannes, der sich Jahre Zeit gelassen hat dafür, allein für das Drehbuch, es mehrfach wieder verworfen hat, gefüttert durch Gedanken und Erkenntnisse, zu denen man schon etwas älter sein muss, um sie haben zu können, auch wenn es zwei ganz Junge aussprechen hier in diesem Film. Ein Filmwerk, in dem man regulär besichtigen kann, was eine gelungene Regie ist, nämlich eine, die in keinem Augenblick auf sich selbst verweist, weil man noch sehen kann, wie sie arbeitet. Zugleich schafft es dieser stille Film einer Reise zweier Studenten in den Süden, ein Thema zu erzählen, von dem man dachte, das ginge gar nicht mehr, weil es doch millionenfach verbraucht und ausgebreitet wurde: nämlich zu erzählen, wie die Liebe ausbricht zwischen zwei Menschen. Aber Hans Weingartner schafft es und zwar so schön und so romantisch und ergreifend, wie man es nur von den ganz großen Kinomeistern kennt. (…) Weingartner hat jetzt bereits elf Preise gesammelt, der heutige ist sein zwölfter – und das mit ganzen fünf Filmwerken. Zwischen seinem vorletzten und „303“, dem Film heute Abend, liegen sieben Jahre Zeit. Ein schön symbolischer Zeitraum. Ich jedenfalls freue mich jetzt schon auf seine kommenden Werke, denn unser Preis ist nur ein Ausrufezeichen, eine Markierung für einen Künstler, der mitten bei der Arbeit ist. Meine Damen und Herren, ich freue mich, ihm jetzt unseren neuen Preis überreichen zu können, den REGIEPREIS LUDWIGSHAFEN.“

(Auszug aus der Laudatio von Festivaldirektor Dr. Michael Kötz)

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