Online Magazin. Lichtblicke

Wenn Sie sich in der Zeit bis zum Spätsommer ein bisschen Festival ins Wohnzimmer holen möchten, dann stöbern Sie doch mal durch unsere Filmtipps. Hier finden Sie eine Auswahl an Filmen der vergangenen Festivals, die in Kürze im Fernsehen ausgestrahlt werden oder in den Mediatheken zu finden sind. Vielleicht ist ja der ein oder andere Film dabei, den Sie in den Ludwigshafener Kinozelten verpasst haben …

Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt. Sehnsüchtig warten also die Kinobetreiber der großen Häuser darauf, dass es endlich wieder losgeht und zugkräftige potentielle Blockbuster wenigstens das Herbstgeschäft beleben. Mit der gleichen Sehnsucht hoffen die Betreiber der Programmkinos auf neue Arthouse-Hits, die die Kinoflaute beenden. Man kann das gut verstehen. Aber es nützt nichts: Auch wenn es wieder aufwärts geht, wird es doch in den kommenden Jahren stetig weiter bergab gehen. Denn das Kino ist längst grundsätzlich in einer sehr bedrohlichen Lage. Aber liebe Kinomacher*in: Erschlagen Sie die vielen Überbringer dieser schlechten Nachricht besser nicht. Sie meinen es gut – und auch ich lebe als Filmfestivalmacher nicht weniger vom Kino als Sie. Aber wir sollten uns nichts mehr vormachen, denn das besiegelt den Untergang endgültig. Wir müssen definieren, was das Kino im Kern lebenswert macht – und es dann mit neuen Ideen beleben ...

Das publikumsstarke Festival des deutschen Films in Ludwigshafen kann wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in vollem Umfang stattfinden, will aber neben einer Online-Ausgabe auch ein Freiluftkino ans Rheinufer setzen ...

Natürlich kann man das machen: Es sich ganz allein mit einem Buch im gemütlichen Sessel einrichten oder sich in Musik vertiefen, einem Film auf dem heimischen Bildschirm folgen. So verwendet sind die Künste auch dafür geschaffen, sich sehr persönlich und individuell seines Daseins zu vergewissern und den oft viel zu engen Verstand auszuweiten, um die Welt mit anderen Augen zu sehen und gedankenvoll auch zu erfühlen. Was da dereinst dem Adel vorbehalten war und was sich später das Bürgertum als Beweis seiner Erhabenheit über das einfache Leben erobert hat, das bereichert heute den Alltag vor allem jüngerer Menschen Clips verschlingend mit dem Mobilphone in der Hand an der Straßenbahnhaltestelle ...