Ludwigshafener Drehbuchpreis geht an Gerd Schneider für das Drehbuch seines Debütfilms „Verfehlung“

Der eindrucksvolle Film Verfehlung berührt elementare Fragen der Schuld und des Glaubens. Er ist aktuell und glaubwürdig und eine der wenigen filmischen Auseinandersetzungen mit dem Thema das über viele Jahre von den kirchlichen Würdenträgern unter den Teppich gekehrt wurde. Der Regisseur und Drehbuchautor Gerd Schneider war selbst einmal entschlossen Priester zu werden und erweist in diesem Film seine intimen Kenntnisse des kirchlichen Apparats und seiner Strukturen. Mit der sympathischen Hauptfigur zeigt er aber auch die Utopie einer Kirche auf, die sich noch selbst zu erneuern vermag.

Die Preisverleihung an den Regisseur und Autor Gerd Schneider findet am Samstag, den 27. Juni um 20:00 Uhr in Festivalkino 1 statt.

Der Film „Verfehlung“ mit Sebastian Blomberg, Kai Schumann und Jan Messutat in den Hauptrollen läuft im Wettbewerb des Festivals.

Der Ludwigshafener Drehbuchpreis wird seit 2103 im Rahmen des „Festival des deutschen Films“ auf der Parkinsel am Rhein von der Festivalleitung vergeben. Er betont die Bedeutung guter Drehbücher für das Gelingen von Filmwerken in Deutschland. Klugheit der Dialoge und Tiefgang in der Konstruktion der Situationen und der Dramaturgie – all dies liegt beim Autor des Drehbuches. Im Jahr 2013 ging der Ludwigshafener Drehbuchpreis an Martin Rauhaus („Adieu Paris“), Beatrice Meier („Abseitsfalle“) und Jürgen Werner („Tod an der Ostsee“), im Jahr 2014 an Holger Joos („Ein offener Käfig“).

Zur Person Gerd Schneider:

Jahrgang 1974, studierte Gerd Schneider zunächst katholische Theologie an den Universitäten von Bonn und Wien und bereitete sich auf das Priesteramt vor. Während des Studiums absolvierte er mehrere Praktika, darunter klinische Seelsorgeausbildung sowie drei Monate im Seelsorgeteam der JVA Köln Ossendorf. Nach dem Diplom änderte er seine Meinung und begann ein Regiestudium an der Filmakademie Baden Württemberg. In dieser Zeit inszenierte er verschiedene Spiel- und Dokumentarfilme. Während des Studiums arbeitete er als Illustrator und Storyboard-Artist bei Film- und Werbeproduktionen, darunter FÜHRER EX (2002), DAS BLUT DER TEMPLER (2003), DER WIXXER (2003), THE THIEF LORD (2004). Für seinen Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg THE EDGE OF HOPE wurde er mehrfach ausgezeichnet und erhielt unter anderem 2006 in Sarajevo den Katrin Cartlidge Foundation Award und beim Brooklyn International Filmfestival den Spirit Award. VERFEHLUNG ist sein Spielfilmdebüt.

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