PREISGALA FÜR MARTINA GEDECK

Das 13. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein feiert die Schauspielkunst eines außer- gewöhnlichen Stars und Menschen

Ludwigshafen, den 31. August 2017 – „An einem Tag wie heute werde ihr „wieder sehr klar, was meine Verantwortung ist – den Menschen zu zeigen in all seiner Vielfalt, zu zeigen, was das ist – Mensch zu sein“, so die diesjährige Preisträgerin Martin Gedeck in ihrer bewegenden, mahnenden Rede nach Preisverleihung auf der Parkinsel am Rhein. Über 2.400 Festivalgäste bereiteten der Preisträgerin für Schauspielkunst 2017 einen lautstarken und herzlichen Empfang und schauten im Anschluss an die Preisverleihung Sven Taddickens Film „Gleißendes Glück“ – mit Martina Gedeck und dem Preisträger des Vorjahres Ulrich Tukur in den Hauptrollen.

„Ob sie Vorbilder habe, wollte die Zeitschrift Emma von ihr wissen, weibliche Vorbilder. Ja, hat sie gesagt: Bette Davis. Und Katharine Hepburn! Aber auch Marilyn Monroe… Wenn sie das wirklich gesagt hat – denn das weiß man ja nie, auch wenn es noch so oft im Internet steht – dann gibt es drei, nein vier Möglichkeiten. Eine besteht darin, dass sie Lust hatte, die Dame der feministischen Zeitschrift Emma ein bißchen zu verwirren, die andere Möglichkeit wäre, sie hat einfach irgendwas gesagt ohne lange nachzudenken, noch eine Möglichkeit ist, wie gesagt, dass sie das alles gar nicht gesagt hat. Aber es gibt auch eine Chance, bei der sie es sehr ernst gemeint hat mit diesem unglaublich interessanten Spektrum aller denkbar möglichen Formen von Weiblichkeit. Und die nehmen wir als richtig an. Weil wir damit schon mal den wichtigsten Gedanken zur Person Martina Gedeck bestätigt sehen: dass sie nicht eine ist, sondern viele und vor allem einem Motto folgt: Bitte nicht festlegen! (…) Kann man diese vielen Rollen spielen, ohne sich selbst darin zu verlieren? „Ich glaube an eine gewisse Distanz“, sagt Gedeck in einem Gespräch, „Aus der Distanz bei der Arbeit entsteht viel Kreativität. Die Räume, aus denen ich schöpfe, sollen nicht jedem bekannt sein. Wenn ich spiele, ist es oft so, dass Sachen plötzlich von selber kommen. Ich sage mir dann, das fühlt sich jetzt richtig an, das mache ich jetzt.“ Distanz und Nähe sind ganz o ensichtlich die Zaubermittel dieser großartigen Schauspielerin Martina Gedeck.“

Festivaldirektor Dr. Michael Kötz (Auszug aus der Laudatio)

„Ich kann sagen, dass sie mich erkannte haben“, konstatierte die Preisträgerin des „Preis für Schau- spielkunst“ 2017 Martina Gedeck nach der Laudatio. Das Festival des deutschen Films Ludwigs- hafen am Rhein sei „ein Paradebeispiel für das, was das Leben ausmacht, nämlich die Filmkunst zu feiern“. An einem Tag wie heute werde ihr „wieder sehr klar, was meine Verantwortung ist – den Menschen zu zeigen in all seiner Vielfalt, zu zeigen, was das ist – Mensch zu sein.“

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