Der Fremde
Frankreich
1938 in Algier. Existenz als Drama. Nach einer Erzählung von Albert Camus. In der großartigen Ästhetik der frühen Nouvelle Vague, ein Meisterwerk in Schwarz/Weiß. Kino für Kenner.

© Carole Bethuel
mit Benjamin Voisin, Rebecca Marder, Pierre Lottin, Swann Arlaud, Denis Lavant
Erzählt wird das Drama eines Mannes, der keine Verbindung zum Leben findet. Sogar seine Mutter beerdigt er mit Gleichmut und Distanz. Ohne Empathie für irgendwen, der Welt entfremdet, scheint er keinen Platz in dieser Welt zu finden. Nur einem plötzlichen Impuls folgend, erschießt er in Algier einen Araber am Strand. Er wird zum Tode verurteilt. Selbst das lässt ihn gleichgültig. Nach dem philosophischen Essay „Der Mythos des Sisyphos“ entschloss sich Albert Camus, seine These von der grundsätzlichen Absurdität menschlicher Existenz noch einmal im Roman „Der Fremde“ zu erzählen. François Ozon realisiert diesen Roman hier in beeindruckenden, schwarz-weißen Tableaus auf eine Weise, als ob er auch ästhetisch noch einmal zurückgehen will in den Existentialismus dieser Jahre. (MK/JS)
Do 20. Aug. 20.30 Uhr Zeltkino C
Fr 21. Aug. 13.00 Uhr Zeltkino C
So 23. Aug. 15.30 Uhr Zeltkino B
Sa 29. Aug. 13.00 Uhr Zeltkino B
Regie & Buch: François Ozon
Buch: Philippe Piazzo, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Albert Camus
Produktion: FOZ SAS, Frankreich; Gaumont, Frankreich; France 2 Cinéma, Frankreich; Macassar Productions, Frankreich; Scope Pictures, Belgien
Verleih: Weltkino Filmverleih GmbH, Leipzig
122 Min.
FSK: ab 12 Jahren
deutsche Synchronfassung
