Diya – Blutgeld
Tschad / Frankreich / Deutschland / Elfenbeinküste
Der Fluss des Lebens im afrikanischen Tschad. Aus dem Leben eines Chauffeurs, der einen Jungen anfährt und fast zum Opfer archaischer Blutracheregeln wird, die den jungen Rechtsstaat unterlaufen.

© Filmgalerie 451
mit Ferdinand Mbaïssané, Moussa Zakaria Ibet, Ramada Mahamat, Youssouf Djaoro
Afrikanische Filme folgen oft verzaubernd den einfachsten Regeln des Kinos: Ein schlichter Konflikt enthüllt schnörkellos eine ganze Lebenswelt, diesmal die des zentralafrikanischen Binnenstaats Tschad. In der Hauptstadt N´Djamena ist Dane professioneller Fahrer. Eines Tages fährt er unachtsam einen Jungen an.
Gemäß der üblichen Praxis soll er für das angeblich im Krankenhaus gestorbene Opfer „Diya“, eine erkleckliche Summe Blutgeld aufbringen. Er macht sich angesichts der seine Existenz bedrohenden Forderung auf in den Norden zu seiner Familie, um das Geld aufzubringen. Dort erfährt er eine verblüffende Wahrheit und muss sich entscheiden, ob er die Spirale der Rache weiterdreht oder den „neuen Ideen“, die wir Rechtsstaat nennen, folgt. Viele Nebengeschichten und ein abenteuerlicher Blick in eine fremde Welt im Umbruch zur Moderne. (JS/MK)
Mi 26. Aug. 20.30 Uhr Zeltkino C
Do 27. Aug. 15.30 Uhr Zeltkino B
Sa 29. Aug. 14.00 Uhr Freiluftkino
Di 01. Sept. 11.00 Uhr Zeltkino B
So 06. Sept. 14.00 Uhr Freiluftkino
Regie & Buch: Achille Ronaimou
Produktion: Sic Productions, N'Djamena, Tschad; Artisans du Film, Paris, Frankreich; Frieder Schlaich, Filmgalerie 451 GmbH & Co. KG, Berlin; Babi Pictures, Elfenbeinküste
Verleih: Filmgalerie 451 GmbH & Co. KG, Berlin
96 Min.
FSK: ab 18 Jahren, da noch ungeprüft
Französisch, Arabisch mit deutschen Untertiteln
