Eine Nacht in Bangkok
Nominiert für den Filmkunstpreis und den Rheingold Publikumspreis 2026
Psychologisches Meisterstück von zweien, die nicht wissen, wie man eine Liebe lebt, gespiegelt in der erwachsenen Tochter, die straffällig wird. Matthias Brandt und Désirée Nosbusch erstklassig.

© Stephan Rabold
mit Désirée Nosbusch, Matthias Brandt, Clara Vogt, Susanne Wuest, Kim Riedle
Da sitzen sie, seit 10 Jahren geschieden, im Besuchsraum der Untersuchungshaft, ratlos, verwirrt, betroffen. Die studierende Tochter soll Einbrüche gleich in Serie verübt haben? Sie beginnen regulär zu ermitteln, wie ihre Tochter eigentlich gelebt hat, widerwillig gemeinsam und doch geheimnisvoll einander verbunden. Zugleich begreifen beide – er ist sogar Pfarrer von Beruf – wie wenig echte Verbundenheit, wie wenig Mitgefühl zueinander und zu ihrem Kind sie hatten und wie groß die Sehnsucht zugleich genau danach ist. Komplex wie das Seelenleben der Menschen, zeichnen ein perfektes Drehbuch, eine virtuose Regie und zwei grandiose Darsteller das Bild einer Selbsterkenntnis in der Krise zweier nicht mehr junger Menschen, die eine tiefe Sehnsucht haben nach einer Liebe, die ihnen aus den Händen geglitten ist. Wirklich meisterhaft. (MK)
Fr 21. Aug. 20.30 Uhr Zeltkino B
Sa 22. Aug. 15.30 Uhr Zeltkino C
Mo 24. Aug. 13.00 Uhr Zeltkino B
Mi 02. Sept. 12.00 Uhr Zeltkino A
Fr 04. Sept. 20.45 Uhr Zeltkino B
Regie: Rainer Kaufmann
Buch: Sathyan Ramesh
Produktion: Doris Zander, Bavaria Fiction GmbH, Geiselgasteig
Redaktion: Norddeutscher Rundfunk, Christian Granderath
89 Min.
Unsere Empfehlung: ab 6 Jahren
FSK: ungeprüft (ab 18 Jahren)
