Gavagai
Deutschland / Frankreich – Nominiert für den Filmkunstpreis und den Rheingold Publikumspreis 2026
Das Drama am Strand im Senegal entpuppt sich als Filmszene, die gedreht wird. Ist die herrische Schreierei der Regisseurin echt? Und die Wut der örtlichen Komparsen, die zu Mittag kein Hähnchen kriegen, ist die denn wahr?

© Port Au Prince Pictures
mit Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard, Anna Diakhere Thiandoum
Die Hauptdarstellerin (Maren Eggert) mit Kind und Mann daheim in Berlin, beginnt ein Verhältnis mit dem attraktiven Schwarzen Hauptdarsteller (Jean-Christophe Folly). Dann die Premiere des fertigen Films in Berlin auf der Berlinale. Der afrikanische Filmstar reist an und der Pförtner im Nobelhotel degradiert ihn in blankem Rassismus. Das ruft die deutsche Schauspielerin auf den Plan und nun entwickelt sich ein politisch hoch aktuelles Wechselspiel der korrekten woken Parteinahme gegen wirkliche Selbstbestimmung,
Bevormundung gegen Stolz. Das macht den Film zu einem äußerst klugen und zugleich witzig ironischen Kommentar zum Zeitgeist, wie er besonders die Kulturszene beherrscht, wobei er faszinierend hin und her laviert zwischen den Fiktionen der Kunst und den Realitäten des Kunstbetriebes. (MK)
Di 25. Aug. 19.30 Uhr Zeltkino C
Mo 31. Aug. 19.15 Uhr Zeltkino C
Mi 02. Sept. 17.15 Uhr Zeltkino B
Regie & Buch: Ulrich Köhler
Produktion: Ingmar Trost, Sutor Kolonko, Köln; Good Fortune Films, Frankreich
Redaktion: Bayerischer Rundfunk; WDR; rbb; Arte France Cinéma
Verleih: Port auf Prince Pictures, Berlin
91 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Französisch, Englisch, deutsch mit deutschen Untertiteln
