Nouvelle Vague
Frankreich
Wollten Sie dabei sein, wenn François Truffaut, Claude Chabrol, Éric Rohmer und Jean-Luc Godard sich rauchend an der Kinobar treffen und über das Kino streiten, Gründerzeit der legendären „Nouvelle Vague“?

© Jean Louis Fernandez
mit Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard
Richard Linklater, Star des US-Independent-Cinema, hat sich 2025 einen Traum erfüllt und genau das in Szene gesetzt – mit Godard im Zentrum. Der holt Jean-Paul Belmondo aus einem Box-Center und kombiniert ihn mit Hollywood-Star Jean Seberg. Das Drehbuch entsteht täglich im Café, die Kamera kommt in einen Handwagen, Licht wird keines gesetzt, Anschlüsse der Szenen sind egal, statt Komparsen nimmt man Passanten. Hilflos sammelt der Produzent die Drehbuchideen wieder aus dem Papierkorb zusammen und Seberg ist entsetzt über diese Amateurfilmerei. In Wahrheit war die Hilflosigkeit ein Trick, den Mythos eines neuen Stils zu kreieren, eine „Nouvelle Vague“ zu werden. „Bin ich unglücklich, weil ich nicht frei bin oder bin ich nicht frei, weil ich unglücklich bin“, soll Jean Seberg sagen, schreibt Godard ihr auf einen Zettel, denn eigentlich war man noch tief verankert im Existentialismus der 1950er Jahre. Toll! (MK)
So 23. Aug. 17.30 Uhr Zeltkino A
Di 25. Aug. 13.30 Uhr Zeltkino B
Mi 26. Aug. 18.00 Uhr Zeltkino C
Mi 02. Sept. 13.00 Uhr Zeltkino C
Regie & Buch: Richard Linklater
Buch: Holly Gent, Vince Palmo, Laetitia Masson, Michèle Pétin
Produktion: Michèle Pétin, Laurent Pétin, ARP Sélection, Paris, Frankreich
Verleih: PLAION PICTURES GmbH, Planegg
105 Min.
FSK: ab 12 Jahren
deutsche Synchronfassung
