Spaziergang nach Syrakus
Nominiert für den Filmkunstpreis und den Rheingold Publikumspreis 2026
Charly Hübner ist Paul, der von Italien träumt, 1982, eingesperrt in der DDR. Und wie als wäre der Film sein Tagebuch, erzählt er (nach einem Roman von F.C. Delius) von seiner Flucht.

© Sammy Hart / Pandora Film
mit Charly Hübner, Lina Beckmann, Thorsten Merten
Syrakus auf Sizilien ist der absolute Traum von Paul, der als Kellner arbeitet auf einem Ausflugsschiff im Greifswalder Bodden. Ein schwärmerischer Reisetext von 1802 hat ihn auf die Idee gebracht. Ein Ausflug soll es sein, er will berühmt werden als der, der wieder zurückkam. Zu seiner Freundin, die eben eine idyllische Datsche erworben hat. Eine Flucht über den Bodden in die Ostsee bietet sich an. „Erst, wenn man rauswollte, lernte man seine DDR richtig kennen.“ Seine Italienreise wird eine wie im Bilderbuch der Postkarten. Die sarkastische Ironie des Films: Die Rückkehr eines erfolgreich Geflohenen war gesetzlich gar nicht eingeplant. Er macht es trotzdem und die große Geschichte kommt ihm zu Hilfe. Was ist wichtiger? Freiheit oder Geborgenheit? Schön ist es in Syrakus und schön ist auch die Datscha an der Ostsee. (MK)
Mi 26. Aug. 18.00 Uhr Zeltkino B
Do 03. Sept. 19.30 Uhr Zeltkino B
Regie: Lars Jessen
Buch: Heide Kersten, Andreas R. Kersten nach Motiven der Erzählung „Der Spaziergang von Rostock
nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius
Produktion: Maren Knieling, Lars Jessen, Florida Film GmbH, Berlin; Claudia Steffen, Christoph Friedel, Fee Buck, Pandora Film Produktion GmbH, Köln;
Redaktion: ZDF, Daniel Blum; ZDF / Arte, Julius Windhorst; Arte, Birgit Kämper;
Verleih: Pandora Film Medien GmbH, Aschaffenburg
97 Min.
FSK: ab 6 Jahren
