Das 13. Festival feierte

19 Tage das deutsche Kino

Wenn man die begeisterten Kinobesucher auf dem Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein nach der Qualität und Vielfalt des deutschen Kinos befragt, dann hört man nur positive Antworten. Bis zu 8.000 Gäste kamen zeitweise auf die idyllische Zeltstadt auf der Parkinsel am Rhein, bis heute Abend werden etwa 102.000 Besucher insgesamt sein.

„Ein Fest für das deutsche Kino – über 60 neue Filmwerke haben wir präsentiert, 41 Regisseurinnen und Regisseuren waren zu Gast, 88 Produzenten und andere Branchenvertreter und 62 Schauspielerinnen und Schauspieler stellten sich mit ihren Werken dem kritischen Blick und den Fragen des Publikums“, so Festivaldirektor Dr. Michael Kötz.

Highlights der Festivals waren sicherlich die Preisverleihungen für Schauspielkunst an Martina Gedeck und Matthias Brandt, die nicht nur eine Ehrung für die Leistungen der beiden Ausnahmeschauspieler waren, sondern im Publikumsgespräch auch höchst interessante Einblicke in den Schauspielberuf gaben. Die Weltpremiere der Dokumentation „Silly – Frei von Angst“ (Kinostart: 16. November im Arsenal Filmverleih). Die Kultband um Frontfrau Anna Loos und die Musiker Ritchie Barton, Uwe Hassbecker und Jäcki Reznicek gaben dem Festivalpublikum „unplugged“ ein kleines Konzert.

Auf große Publikumsresonanz stieß das neue Open Air Kino. Selbst bei Regenschauer harrten die Kinobesucher aus und wollten den jeweiligen Film bis zum Schluss sehen. Die Kopfhörer garantiert zudem, dass die übrigen Gäste auf der Parkinsel am Rhein nicht von dem Filmsound des Open Airs gestört werden. Die traditionellen „Inselgespräche“ zum Thema „Fernsehen“ und „Kino“ stoßen bei den angereisten Branchenvertretern auf sehr gute Resonanz. Gerade der Bestandteil während des Festivals, wenn jenseits der sonst üblichen Branchentrubels Vertreter aus Produktion, Vertrieb, Redaktion, Förde- rung und Politik die unterschiedlichen Themen fachübergreifend zu diskutieren, ist in Deutschland einzigartig.

Das „Kinderfilmfest“ mit dem Highlight „Nils Nager Preis“ gehören Jahr für Jahr zu den Highlights, denn „die Zukunft für das Kino wird damit entschieden, ob wir es schaffen, junge und ganz junge Menschen für das Kino zu begeistern, ihnen das einzigartige Erlebnis vermitteln, in einem abgeschlossenen Raum mit vielen anderen unbekannten Menschen in eine fremde Welt auf der Leinwand einzutauchen“, so Dr. Michael Kötz.

Das 13. Festival des deutschen Films zeigte von Mittwoch, dem 30. August bis Sonntag, den 17. September 2017 insgesamt 242 Vorstellungen, 96 Filmgesprächen zwischen Filmkreativen und dem Publikum wurden organisiert. Bis heute Abend werden 102.000 Besucher gezählt werden.

LUDWIGSHAFENER

FILMKUNSTPREIS


"Western"

Regie: Valeska Grisebach 

"Casting"
Regie: Nicolas Wackerbarth

Begründung der Jury [Leslie Malton, Meinholf Zurhorst, Dr. Ernst Ludwig Ganzert]

Ausgezeichnet wird Nicolas Wackerbarth für „Casting“, eine Hommage an eine bislang unbekannte Figur der Filmgeschichte, die „Anspielwurst“. Der Film entführt seine Zuschauer in den Mikrokosmos der Filmwelt und entlarvt dabei in tragikomischer Weise die universellen Strukturen menschlicher Interaktion. Wir dürfen einem bis in die kleinste Nebenrolle brillanten Schauspielerensemble bei der Arbeit zuschauen und sind beglückt.

Der Filmkunstpreis geht zu gleichen Teilen an „Western“ von Valeska Grisebach, ein epischer Kinofilm, der die Motive und Figuren eines der ältesten und klassischsten Filmgenres in die heutige Zeit transportiert. Meisterhaft setzt die Regisseurin archaische menschliche Konstellationen in einem einzigartigen lmischen Umfeld in Szene. „Western“ ist gleichermaßen sinnlich wie bildstark und fordert sein Publikum im besten Sinne heraus.

Lobende Erwähnungen
"Happy", Regie: Carolin Genreith
"Luft", Regie: Anatol Schuster

PUBLIKUMSPREIS
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„Ich war eine glückliche Frau“
 

Regie: Martin Enlen
 

PREISTRÄGER*INNEN

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PREIS FÜR SCHAUSPIELKUNST

 

Der Preis geht an herausragende Persönlichkeiten der Schauspielkunst. Er betont die Bedeutung derer, die dem deutschen Film ein Gesicht geben und die dabei nicht nur für Glamour sorgen, sondern vor allem als wichtige Künstlerinnen und Künstler anzusehen sind. 2017 verliehen an Martina Gedeck und Matthias Brandt.

Preis für Schauspielkunst für Matthias Brandt

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Preis für Schauspielkunst für Matthias Brandt

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Preis für Schauspielkunst für Martina Gedeck

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Preis für Schauspielkunst für Matthias Brandt

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13. Festivalausgabe
30.08. — 17.09.2017

MEDIENKULTURPREIS
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Redaktion Fernsehspielredaktion des Hessischen Rundfunks unter der Leitung von Liane Jessen und die Redakteurin Lilli Kobbe für „Frankfurt, Dezember 17“ von Regisseurin Petra K. Wagner

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REGIEPREIS
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20198 wird Hans Weingartner mit diesem Preis ausgezeichnet. 



 

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IMPRESSIONEN 


Fotografen
Sebastian Weindel

Video
Ralf Herrmann