Das 14. Festival geht nach 19 Tagen
mit 115.000 Besuchern zu Ende

Mit der erfreulichen Zahl von 115.000 Besuchern geht das 14. Festival des deutschen Films 2018 zu Ende. Die idyllische Zeltstadt auf der Parkinsel am Rhein hat damit ihren Status als zweitgrößtes Filmfestival in Deutschland – bezogen auf die Besucherzahlen – gefestigt.

 

„Die Mehrheit unserer Festivalgäste ist nicht nur gerne hier, sondern schwärmt noch lange von der Intensität ihres Festivalbesuchs“, so Festivaldirektor Dr. Michael Kötz über das Geheimnis des Erfolges. „Wir sind ein Filmfestival der besonderen Art, ein Fest der Filme und der Lebensfreude, der herzlichen Begegnungen und Umarmungen, des Lachens und des Staunens geworden – und das nicht nur für über 100.000 Menschen aus Ludwigshafen und der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar, sondern auch für viele Hundert Fachbesucher. Auch sie – angereist aus allen Städten Deutschlands – lieben dieses Filmfestival für seine Lebensfreude und Herzlichkeit, für die Intensität der Filmgespräche am Rheinufer in unserem gläsernen Zelt am Wasser, für die Aufnahme am Roten Teppich, für die kollegialen und auch hier fröhlich-unkomplizierten Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen nach dem Zusammentreffen mit dem Publikum in einem stilleren, für sie reservierten Bereich.“

 

So waren dieses Jahr 377 Branchenvertreter zu Gast, 21 Regisseurinnen und Regisseure, 65 Schauspielerinnen und Schauspieler, 197 Produzenten, Redakteure des Fernsehens und andere sowie 94 Pressevertreter. Unter den Schauspielerinnen und Schauspielern, die über den roten Teppich flanierten, waren Iris Berben, Leslie Malton, Christian Redl, Hans-Jochen Wagner, Barbara Philipp, Wolfram Koch, Dominic Raacke, Joachim Król, Johann von Bülow, Monika Baumgartner, Lena Klenke, Günther Maria Halmer, Susanne Wolff, Richy Müller, Milan Peschel, Peter Kurth, Wolfram Koch, Meret Becker, Alice Dwyer, Francis Fulton-Smith, Eva Löbau, Carin Tietze u.v.a.m..

 

Sehr erfreulich ist die Entwicklung des „Kinderfilmfest“ mit dem Highlight „Nils Nager Preis“, der gemeinsam mit der Rheinpfalz von einer Kinderjury verliehen wird. „Ganz früh am Tag, nämlich morgens um Zehn gibt es eine unglaubliche Anzahl von Kindern, die in die von Rolf Rüdiger Hamacher ausgesuchten neuen Kinderfilme strömen und danach in bester Kinderlaune wieder zurück in die Schule gehen, – und zwar sage und schreibe fast 9.000 Kinder und Begleitpersonen. Ein Lob all den Lehrerinnen und Lehrern, denen es Wert ist, sogar von weiter weg mit Bus und Bahn heranzufahren, um den Kindern für ihr Leben den Horizont zu öffnen dafür, dass Filme auf der großen Leinwand in einem großen Kino gemeinsam etwas fundamental Anderes sind als auf dem Bildschirm oder gar Handy-Display daheim. Das ist nicht selbstverständlich“, so Festivaldirektor Dr. Michael Kötz.

LUDWIGSHAFENER

FILMKUNSTPREIS


"Murot und das Murmeltier"

Regie: Dietrich Brüggemann

 

Begründung der Jury [Esther Zimmering, Dr. Jutta Brückner und Christiane von Wahlert]

„Murot und das Murmeltier“ zeigt in überzeugender und raffinierter Weise die Zeitschleife, in der das  Überangebot der Krimi-Produktion des Fernsehens steckt. Sein Vorbild ist der international hoch gelobte Spielfilm „Und täglich grüßt das Murmeltier“, in dem der Reporter eines amerikanischen Wetterfernsehens verzweifelt versucht, aus dem immer gleichen Ablauf seines Berufs herauszukommen. Dietrich Brüggemann hat die Geschichte in voller künstlerischer Freiheit für einen Fernsehfilm adaptiert, in dem der Ermittler Murot Schluss macht mit der endlosen Mordmaschinerie des Kriminalgenres. Er kämpft für ein Ende ohne Tote, ein Tatort to end all Tatorts. Damit legt dieser Fernsehfilm ein strukturelles Problem der deutschen Filmlandschaft offen, dass im Fernsehen durch mutige Redaktionen außerordentlich intelligente und kühne Filme entstehen können. Phantasiereich und klug inszeniert, dramaturgisch raffiniert, voller Witz und Abwechslung und immer wieder überraschend führt Dietrich Brüggemann seinen großartigen Hauptdarsteller Ulrich Tukur durch die Turbulenzen des Wahnsinns zu einem glücklichen Ausgang. Keiner stirbt, aber alle sind um die Erkenntnis reicher, dass Spannung und 90 Minuten Filmglück an ästhetische Brillanz und nicht an Verbrechen und Mord gebunden sind.



Lobende Erwähnungen
"Styx", Regie: Wolfgang Fischer
„Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“, Regie: Kerstin Polte

 

RHEINGOLD
PUBLIKUMSPREIS

 

„303“
 

Regie: Hans Weingartner

PREISTRÄGER*INNEN

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PREIS FÜR SCHAUSPIELKUNST

 

Der Preis geht an herausragende Persönlichkeiten der Schauspielkunst. Er betont die Bedeutung derer, die dem deutschen Film ein Gesicht geben und die dabei nicht nur für Glamour sorgen, sondern vor allem als wichtige Künstlerinnen und Künstler anzusehen sind. 2018 verliehen an Iris Berben.

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14. Festivalausgabe
22.08. — 09.09.2018

MEDIENKULTURPREIS
LUDWIGSHAFEN

Redaktion Fernsehspielredaktion des Hessischen Rundfunks unter der Leitung von Liane Jessen und die Redakteurin Lilli Kobbe für „Frankfurt, Dezember 17“ von Regisseurin Petra K. Wagner

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REGIEPREIS
LUDWIGSHAFEN


20198 wird Hans Weingartner mit diesem Preis ausgezeichnet. 



 

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IMPRESSIONEN 


Fotografen
Sebastian Weindel

Video
Ralf Herrmann