Preis für Schauspielkunst an Christian Redl

Ludwigshafen, den 27. August 2026 – Der Preis für Schauspielkunst 2026 geht in diesem Jahr an Christian Redl. „Rauhe Schale, großes freundliches Herz - einer der wunderbarsten Schauspieler Deutschlands und ein ebenso wunderbarer Mensch“, sagt Festivalintendant Dr. Micheal Kötz in seiner Laudatio.
Die Preisverleihung fand heute, Donnerstag, 27. August 2026 um 18.30 Uhr in Zeltkino B vor 1.200 Kinobesuchern statt. Im Anschluss präsentierte das Festival als Weltpremiere „Mein ist der Tod“ (Deutschland 2026), Regie: Kai Wessel, Buch: Nils-Morten Osburg/Wolfgang Esser aus der erfolgreichen ZDF-Reihe „Spreewaldkrimi“.
„Was soll ich sagen, ich bin restlos überwältigt. Was eben gesagt wurde, das hinterlässt etwas bei mir…und was, das weiß ich selbst noch nicht. Als ich im Alter von 18 Jahren - das ist genau 60 Jahre her - beschloss, Schauspieler zu werden, verstanden meine Eltern die Welt nicht mehr. Man prophezeite mir ein Leben in Elend und Armut. Ich erinnere mich noch sehr genau, das war ein sehr prägendes Bild. Meine Mutter warf sich meinem Vater vor die Füße und riss die Hände zum Himmel und schrie: "Das darfst du nicht zulassen!“, sagt Christian Redl. „Ihre größte Sorge war, dass ich einen Weg ein schlage, der mich – mehr oder weniger – zu einem unglücklichen Menschen machen würde. Aber, glücklicherweise kam es dann doch ganz anders. Ich bekomme heute diesen wunderbaren Preis, auf diesem wunderbaren Filmfest und erfahre eine Wertschätzung mit ich übrigens keineswegs gerechnet habe. Ich fühle mich sehr geehrt und ich bedanke ich dafür von ganzem Herzen. Ganz besonderes danke ich Euch beiden, liebe Daniela, lieber Michael.“
„Die Rolle des Kommissar Krüger spielt Christian Redl auf eine Weise, die ihn für mich zu einem Baum werden lässt. Wäre es nicht der Spreewald, würde ich sagen: Zu einem Felsen! So aber verwächst er buchstäblich mit den Bäumen dieser düsteren Landschaft, als wäre er ein Teil von ihr, aber einer, der sich auch widersetzt. Vielleicht ist es ja so, als würde Christian Redl in dieser Rolle des Kommissar Krüger die ganze Last aller anderen Filmrollen seines Lebens mittragen, zumal ja Zeitsprünge geradezu eine Leidenschaft der Spreewaldkrimis sind, all die vielen Dramen und Geschichten, Schicksale und Krisen und doch so, als wäre er bei all dem trotzdem er selbst geblieben, rauhe Schale großes freundliches Herz im Innern, einer der wunderbarsten Schauspieler Deutschlands. Und dafür zeichnen wir ihn heute mit dem Preis für Schauspielkunst aus.“
Der Preis für Schauspielkunst geht traditionell an herausragende Persönlichkeiten der Schauspielkunst. Er betont die Bedeutung derer, die dem deutschen Film ein Gesicht geben und die dabei nicht nur für Glamour sorgen, sondern vor allem als wichtige Künstlerinnen und Künstler anzusehen sind.
Die bisherigen Preisträger und Preisträgerinnen:
Hanna Schygulla (2005)
Klaus Maria Brandauer (2006)
Katja Riemann (2007)
Nina Hoss / Devid Striesow (2008)
Hannelore Elsner (2009)
Moritz Bleibtreu (2010)
Andrea Sawatzki (2011)
Sandra Hüller / Otto Sander (2012)
Bruno Ganz (2013)
Anna Loos / Jan Josef Liefers (2014)
Corinna Harfouch / Mario Adorf (2015)
Maria Furtwängler / Ulrich Tukur (2016)
Martina Gedeck / Matthias Brandt (2017)
Iris Berben (2018)
Bjarne Mädel / Julia Koschitz (2019)
Ulrich Matthes / Claudia Michelsen (2021)
Verena Altenberger / Anne Ratte-Polle (2022)
Axel Milberg / Justus von Dohnányi (2023)
Christoph Maria Herbst / Joachim Król / Liv Lisa Fries (2024)
Uwe Ochsenknecht / Rainer Bock (2025)
