Preis für Schauspielkunst 2026 für CHRISTIAN BERKEL

Ludwigshafen, den 30. Juni 2026 – Der Preis für Schauspielkunst des 22. FESTIVAL DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN geht im Jahr 2026 an Christian Berkel. Im Zusammenhang mit der Preisverleihung werden seine aktuellen Filme EIN NACHTHEMD FÜR ZWEI und BLOCK 10 gezeigt.
„Christian Berkel ist einer der wenigen deutschen Schauspieler, die ihre Qualität in die großen, aber auch die kleinsten Rollen zu 100 Prozent einbringen. Das ist sicher auch ein Grund, warum er im In- und Ausland gleichermaßen geschätzt wird. Ob Komödie, Thriller, Kriegsepos oder ganz aktuell in dem beklemmenden Auschwitz-Drama, Christian Berkel füllt die Leinwand und haucht der Rolle Leben ein, dass man den Schauspieler fast vergisst. Dafür wollen wir ihn dieses Jahr mit dem Preis für Schauspielkunst auszeichnen“, sagt Festivalintendant Dr. Michael Kötz.
Christian Berkel ist ein deutscher Schauspieler, geboren am 28. Oktober 1957 in Berlin. Als Polyglott wirkte er in deutschen, französischen und amerikanischen Produktionen mit; oft spielte er Rollen in Filmen, wie zum Beispiel den SS-Arzt Ernst-Günther Schenck in "Der Untergang" und den Continental-Manager Alfred Greven in "Safe Conduct".
Nach seinem Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dFFB) übernahm Christian Berkel kleinere Filmrollen, unter anderem in Ingmar Bergmans „Das Schlangenei“ (1977). Anschließend widmete er sich dem Theater und Fernsehen und spielte bis Anfang der 1990er-Jahre in Augsburg, Düsseldorf, Bochum und Berlin. Man konnte ihn in zahlreichen Fernsehfilmen und mehreren erfolgreichen Serien wie „Kommissar Derrick“ und „Der Fuchs“ sehen. Berkel war zudem als deutscher Synchronsprecher tätig.
Die 2000er-Jahre markierten den eigentlichen Beginn seiner Filmkarriere: Oliver Hirschbiegel führte bei „Flatliners“ und „Der Untergang“ Regie. Berkel wirkte auch in mehreren deutschen Independentfilmen mit. In Bertrand Taverniers „Safe Conduct“ spielte er die französischsprachige Rolle des Alfred Greven, des Leiters von Continental-Films, einer französischen Produktionsfirma mit deutschem Kapital während der Besatzungszeit. 2005 gab er sein Hollywood- Debüt mit „Flightplan“, bevor er in „Black Book“ des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven mitwirkte. Darauf folgten die Welterfolge „Operation Walküre“, unter der Regie von Bryan Singer, und „Inglourious Basterds“, unter der Regie von Quentin Tarantino.
In seinem aktuellen Kinodrama „Block 10“ spielt er den jüdische Gynäkologe Dr. Maximilian Samuel, der mit der Ermordung seiner 20jährigen Tochter erpresst wird, um im Stammlager Auschwitz seine Expertise in die systematisch medizinischen Experimente zur Zwangssterilisation von Frauen einzubringen.
Neben der Schauspielerei feiert Berkel seit einigen Jahren große Erfolge als Schriftsteller. Seine autobiografisch geprägten Familienromane wurden zu gefeierten Bestsellern: Auf sein fulminantes Autorendebüt „Der Apfelbaum“ (2018) folgte 2020 die Fortsetzung „Ada“. Mit „Sputnik“ erschien ein weiteres literarisches Werk.
Christian Berkel ist seit 2006 mit der deutschen Schauspielerin Andrea Sawatzki verheiratet.
Die Preisverleihung findet am Sonntag, den am 30. August 2026 statt. Im Anschluss präsentiert das Festival den Kinofilm „Ein Nachthemd für Zwei“ (Deutschland 2026) des Regisseurs Rick Ostermann – mit Christian Berkel in einer der Hauptrollen. Die Laudatio hält Festivalintendant Dr. Michael Kötz.
Der Preis für Schauspielkunst geht traditionell an herausragende Persönlichkeiten der Schauspielkunst. Er betont die Bedeutung derer, die dem deutschen Film ein Gesicht geben und die dabei nicht nur für Glamour sorgen, sondern vor allem als wichtige Künstlerinnen und Künstler anzusehen sind.
Die bisherigen Preisträger und Preisträgerinnen:
Hanna Schygulla (2005)
Klaus Maria Brandauer (2006)
Katja Riemann (2007)
Nina Hoss / Devid Striesow (2008)
Hannelore Elsner (2009)
Moritz Bleibtreu (2010)
Andrea Sawatzki (2011)
Sandra Hüller / Otto Sander (2012)
Bruno Ganz (2013)
Anna Loos / Jan Josef Liefers (2014)
Corinna Harfouch / Mario Adorf (2015)
Maria Furtwängler / Ulrich Tukur (2016)
Martina Gedeck / Matthias Brandt (2017)
Iris Berben (2018)
Bjarne Mädel / Julia Koschitz (2019)
Ulrich Matthes / Claudia Michelsen (2021)
Verena Altenberger / Anne Ratte-Polle (2022)
Axel Milberg / Justus von Dohnányi (2023)
Christoph Maria Herbst / Joachim Król / Liv Lisa Fries (2024)
Rainer Bock / Uwe Ochsenknecht (2025)
Annette Frier (2026)
Foto: Gerald von Foris
